Millennium: Damals ging’s um die Wurst.

18 Jahre liegt die Jahrtausendwende nun schon zurück. Viele Verwaltungen hatten damals ein mulmiges Gefühl: Würde ihre Software das Millenium überleben? Erich Kleinhans hatte für nest eine klare Prognose.

2000 entschied sich mit Basel-Stadt bereits der zehnte Kanton für nest. «Die letzte Einführung lag weit zurück, die Routine bei kantonalen Einführungen fehlte uns», erinnert sich Erich. Basel-Stadt war zudem der erste Kanton, der nest im Gesamtumfang einführte. Und es war der erste Kanton, der mit Unterstützung der BCP und Richard Bachmann eine neutrale Projektsicht und ein externes Controlling ins Projekt einbrachte.

«Wir bewiesen hinsichtlich Migration wahren Pioniergeist», erzählt Erich. Die KMS migrierte damals von verschiedenen Produkten und Mark Müller, Gründer der KMS, arbeitete während zwei Wochen je 98 Stunden. «Danach war er nicht mehr ansprechbar», ist Erich nicht verwundert.

Selber war er Projektleiter auf KMS-Seite, war ein Tag pro Woche in Basel-Stadt, fungierte als Kommunikator und koordinierte sich mit der Partnerfirma. Ab und zu ass er gemeinsam mit Richi Bachmann Wurstsalat mit Pommes. «Das half uns, die Herausforderungen mit etwas Abstand zu betrachten.»

Speicherplatz kostete früher Unmengen an Geld. Viele Software-Hersteller sparten und speicherten Datumfelder nur im sechsstelligen Format. Viele Verwaltungen befürchteten deshalb den grossen Crash mit der Umstellung auf das Jahr 2000. So auch viele Gemeinden. «Wir profitierten damals von einem richtigen Kaufrausch im Gemeindeumfeld», erinnert sich Erich.
Erich hatte an jenem Silvester zwar Pikettdienst, feierte jedoch gelassen. «Ich war damals absolut sicher, dass nest millenniumstauglich sein würde.» Und? Erich bewies auch in diesem Fall ein gutes Gespür.

«Wir sollten eigentlich alle 20 Jahre ein Millennium vor uns haben», wünscht sich Erich heute scherzend. Nie verkauft sich eine Software besser.