Wertschätzung entsteht im Team.

Die SELF-Transformation der KMS hat Marcel Steiner zu einem ganz neuen Führungsverständnis verholfen. Er sei mehr Coach als Vorgesetzter und in seiner neuen Rolle gefordert. Die Wertschätzung der Mitarbeitenden, ist er überzeugt, entstehe hauptsächlich im Miteinander.

+ Marcel, im Dezember letzten Jahres hast du die Teamleitung übernommen. Wie geht es dir in der neuen Rolle?

Beruflich ist das für mich die erste Führungserfahrung, die ich gerade mache. Es ist eine äusserst spannende Aufgabe. Im Moment fehlt mir allerdings noch die Routine. Insbesondere an das anspruchsvollere Zeitmanagement aller Aufgaben muss ich mich noch gewöhnen.

+ Kurz davor hat die KMS den Kafe Prozess eingeführt. Wie führt «Mann» agil?

Ich verstehe mich eher als Coach – also als eine Art Begleiter der Mitarbeitenden. Klassische Vorgesetztenrollen sind in agilen Umgebungen nicht mehr denkbar. So macht es heute keinen Sinn mehr, einmal im Jahr Ziele zu definieren und diese erst am Jahresende zu überprüfen.

+ Die KMS ist nach einem dualen Betriebssystem organisiert. Die Mitarbeitenden sind einerseits in einem Sprint-Team angegliedert, die klassischen Führungsaufgaben übernimmt der Teamleiter. Welche Vor- und Nachteile entstehen daraus aus deiner Sicht?

Ich führe sowohl Mitarbeiter, die im gleichen Sprint-Team sind wie ich, sowohl solche, die in einem anderen Sprint-Team mitarbeiten. Es ist sicher so, dass ich von den Mitarbeitern, mit denen ich fachlich zusammenarbeite, mehr mitbekomme. Bei den anderen Mitarbeitenden stimme ich mich daher mit der Führungskraft im entsprechenden Kafe-Team ab. Ich sehe dort jedoch den Vorteil, dass ich manchmal eine doch auch wichtige Aussensicht einbringen kann.

+ Wertschätzung ist in den Unternehmenswerten der KMS verankert. Wo spürst du sie persönlich?

Meine Beförderung ist sicher das beste Beispiel. Und dann spüre ich ganz viel Wertschätzung im Alltag. Ich denke da an unseren eigenen Koch, den Neubau oder auch die Teamausflüge.

Zudem spüre ich Wertschätzung aus der Arbeit: Wenn sich der PO und der Kunde über die Entwicklungs-Ergebnisse freuen, ist das für mich Wertschätzung pur.
Marcel Steiner, Teamleiter Development

+ Und wie gibst du sie an deine Mitarbeitenden weiter?

Wir haben durch die agile Vorgehensweise Gefässe wie das daily Stand-Up oder auch die Retro nach jedem Sprint, in welchen wir anschauen, worin wir gut sind und was wir gut gemacht haben. Und ich versuche auch in der Zusammenarbeit, immer wieder positives Feedback auszusprechen.

+ Inwiefern trägt der Kafe-Prozess dazu bei, dass die Mitarbeitenden noch mehr Ansporn erfahren?

Die Präsentation der Arbeitsergebnisse nach Sprint-Ende ist für uns alle sehr motivierend. Die Ergebnisse werden so in kurzen Abständen sichtbar. Und die Arbeitspakete sind in verdaubaren Happen geplant, was ebenfalls zur Motivation beiträgt.

Als Coach steht Marcel (ganz rechts) mitten drin. Das schätzt er sehr. Agile Arbeitsweisen führen ganz offensichtlich zu mehr Wertschätzung.