Unsere Gilde-Fachteams.

Gilden. Das sind die mit der Kochhaube, den Punkten und Sternchen. Normalerweise. Bei uns steht der Begriff Gilde für die einzelnen Fachteams im Professional Service. Sie bauen ihr Wissen gerade aus und werden so nach und nach zu Experten.

+ Thomas, ihr verwendet mit Gilden einen alten Begriff für die künftige Wissensverteilung im Professional Service. Welche Bedeutung hat er für dich?

Der Begriff ist tatsächlich historisch geprägt und stand ursprünglich insbesondere für Handwerker und Kaufleute, die sich zusammentaten. Für mich ist eine Gilde eine Gruppe von Gleichgesinnten, die gemeinsame Ziele und Qualitätsansprüche verfolgen.

+ Beschreibst du uns kurz das Gilden-Konzept und die damit verbundenen Ziele?

Wir teilen – wie in anderen Bereichen unseres Unternehmens – den komplexen Prozess «Steuern erheben» in verschiedene Fachbereiche ein und bauen dort ganz gezielt unser Wissen aus. Dabei kategorisieren wir den Wissensstand in drei Level: Basis, Advanced und Expert. Ziel ist es, dass sich jeder Mitarbeitende mittelfristig in zwei bis drei Fachteams, also Gilden, im Level Advanced etablieren kann.

+ Gilden, Know-how Driver. Wer ist wesentlich daran beteiligt? Wie seid ihr organisiert?

Der Know-how Driver verwaltet das Wissen und ist für die Verteilung in der Gilde zuständig. Er braucht organisatorisches Flair, Leadership und die Fähigkeit, andere zu motivieren.

Kurt Stocker hat im Fachbereich Stammdaten den Piloten übernommen und das Gilde-Konzept erstellt. Unterdessen stehen zwei weitere Gilden. Norbert Koller verantwortet den Fachbereich Veranlagung und Philipp Stirnimann den Bezug.

Thomas hat sich mit den Know-how Drivern daran gemacht, die Wissensbrocken in den verschiedenen Fachbereichen auseinander zu beinen.

 

 

+ Welche konkreten Aufgaben werden die Know-how Driver übernehmen?

Erst einmal haben die Know-how Driver die einzelnen Wissensfelder ihres Fachbereichs aufgelistet und die Anforderung pro Stufe definiert. Jedes Gilde-Mitglied kann aufgrund dieser Struktur nun eine Selbsteinschätzung vornehmen.

Die Know-how Driver oder ein stellvertretendes Gilde-Mitglied nehmen jeweils an den Sprint-Demos teil und tragen das erlangte Wissen zurück in die Gilde. Zudem sind konkrete Einführungsprojekte eine gute Gelegenheit, Erfahrungen in der Gilde auszutauschen.

Der Aufbau der Gilden hat eine strategische Bedeutung. Wir stellen in diesem Jahr dafür insgesamt ein Budget von 1‘700 Stunden zur Verfügung. Die Herausforderung liegt darin, den Wissensaufbau nebst dem ordentlichen Tagesgeschäft zu stemmen.

+ Zu den Gilden gehörten früher Saufgelage. Wie feiert ihr eure Erfolge?

Wir stehen ganz am Anfang und müssen erst einmal Erfolge erzielen. Als übergeordnetes Ziel halten wir uns stets die Kundenzufriedenheit vor Augen. Wir sind in Zukunft breit aufgestellt und gut ausgebildet.

Das Konzept steht und wir haben im Pilot gute Erfahrungen gesammelt. Die beiden Einführungen im Bereich Personen Stammdaten haben gezeigt, dass wir vom Austausch bereits profitieren konnten.
Thomas Hunkeler, Bereichsleiter Professional Services