Shanghai – ich komme.

Rafael Estermann gehört zu den auserwählten Lernenden, die im Herbst 2019 drei Wochen nach Shanghai fliegen dürfen. Seine Vorfreude ist gross, auch wenn er noch nicht genau weiss, was alles auf ihn zukommen wird. Die KMS unterstützt ihn finanziell und gibt ihm drei Wochen bezahlten Urlaub.

«Ich habe heute Morgen den Bescheid bekommen, dass ich mit nach Shanghai kann», strahlt Rafael und holt gleich aus. In einer Pause sei er und ein Schulkollege auf den Bereichsleiter Informatik getroffen. Dieser hätte sichtlich gestresst gewirkt. Er müsse eine Empfehlungsliste für einen dreiwöchigen Aufenthalt in Shanghai zusammenstellen. Er blickte zu Rafael, ein gutes Opfer, und delegierte diese Aufgabe an ihn. Die Top 10 Liste war rasch erstellt. Und Rafael mit drauf.

So einfach ging dann aber die Auswahl doch nicht. Rafi musste zusätzlich eine Bewerbung schreiben, um sich für einen der 25 Plätze, die an Lernende aus den Bereichen Informatik und Elektrotechnik vergeben wurden, zu qualifizieren. Es hat geklappt.

Ich stelle immer alles in Frage und habe einen hohen Anspruch an mich selber.
Rafael Estermann, Applikations-Entwickler in Ausbildung

Und er leistet für die Schule einen grossen zeitlichen Einsatz, weil er sich für die Themen sehr interessiert.

Ende September wird es dann soweit sein. In den drei Wochen Shanghai wird Rafael zusammen mit den anderen Lernenden als Freelancer in einem Projekt arbeiten. Um was es geht, weiss er im Moment noch nicht. «Wir werden in öffentlichen Workspaces arbeiten und in einem Studentenhotel wohnen», soviel ist unterdessen klar. Sein gutes Englisch – er hat erst kürzlich das Advanced-Zertifikat erlangt – wird ihm sehr dienlich sein. «Falls ich bis Ende September nicht fliessend Chinesisch spreche, werden wir uns in Englisch austauschen», scherzt Rafael.

Rafael vor dem Bildschirm

Virtuell verschafft sich Rafael schon einmal einen Eindruck von Shanghai. In vier Monaten wird er selber vor Ort sein.

 

Die Projektwochen in Shanghai finden jedes Jahr statt. «Die Organisation, welche unsere Reise plant, heisst Route2China», erzählt er. Seine Ansprechpartnerin, Ming, hat er bereits kennen gelernt. Den Nachnamen von ihr hat er sich nicht merken können – zu Chinesisch. Ming ist in Shanghai aufgewachsen und lebt nun in Zürich. Mit einem Team direkt vor Ort wird sie die Lernenden unterstützen.

Rafael ist erst einmal in seinem Leben so weit geflogen. Als einjähriger Knirps war er mit seiner Familie an der Westküste von Amerika. Erinnerungen daran hat er keine. Umso mehr freut er sich auf die Reise nach Shanghai. «Ob ich dann wirklich Insekten esse, weiss ich jetzt noch nicht», gesteht er. Auf jeden Fall ist er gespannt auf die fremde Kultur.

In Shanghai wird er Gelegenheit haben, sich direkt mit dem Kunden auszutauschen. Auf diese Erfahrung freut er sich sehr. Die Teamarbeit wird ausserdem im Vordergrund stehen. Aus seiner Arbeit im Sprint-Team ComHub ist er sich die Teamarbeit schon gewohnt. «Es macht mich sehr stolz, dass ich als Lernender in den Sprint-Meetings jeweils Input liefern kann.»

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