Nicht zu viel Kaffee und tägliches Dehnen.

Lukas Grella macht im Marktteam 3 den Spagat zwischen Tagesgeschäft und Kafe-Prozess. Der Betriebssupport der Stadt Zürich verlangt dem Team nach wie vor sehr viel ab. Tägliches Dehnen, sagt er humorvoll, helfe, agil zu bleiben.

 

Pünktlich zur Einführung des PS Kafe-Prozesses hat der Standort Zürich eine neue Kaffee-Maschine bekommen. Zu viel davon soll es jedoch nicht sein, sonst wird‘s schwierig mit dem Schönheitsschlaf.

+ Lukas, seit wenigen Wochen arbeitet ihr in Sprint-Teams. Ihr habt eine eigene Kafe-Instanz bekommen. Wie ist das Ganze aus deiner Sicht angelaufen?

Wir haben von den Erfahrungen aus dem Marktteam 1, die den PS Kafe-Prozess pilotiert haben, profitiert. Zudem hat die KMS uns gute Rahmenbedingungen und doch genügend Flexibilität für die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Marktteams zur Verfügung gestellt.

Im Marktteam 3 haben wir die Besonderheit, dass wir durch die Betreuung der Stadt Zürich die Bereiche  Service Desk und Professional Service vereinen. Unsere Zeit, die für Sprints eingeplant werden kann, ist also beschränkt.

Die Aufgaben sind die gleichen geblieben. Was sich geändert hat, ist der regelmässige und geplante Austausch mit dem Development.
Lukas Grella, Professional Services

+ Welchen Nutzen haben unsere Kunden, konkret die Stadt Zürich, davon?

Für die Stadt Zürich ist der Nutzen im Moment noch nicht direkt spürbar. Bei künftigen Weiterentwicklungen werden sie jedoch von den Vorteilen iterativer Auslieferungen profitieren. Sie bekommen rasch ein Ergebnis, auf das sie uns unmittelbar Feedback geben können. Das führt zu Software, die den Anforderungen der Kunden möglichst genau entspricht.

+ Agilität ist in aller Munde und bestimmt auch ein Thema deiner Weiterbildung. Was besagt die Theorie dazu?

Die Theorie beschreibt genau den oben erwähnten Nutzen. IT-Projekte sind oft zu komplex, um von Beginn an den vollen Umfang definieren zu können. Die Lehrkräfte meiner aktuellen Weiterbildung (CAS in Requirements Engineering) sind sehr praxisorientiert und sehen Agilität ebenfalls als langfristigen Trend. Sogar andere Branchen wie die Pharmaindustrie setzen unterdessen auf agile Methoden.

+ Was sind deine bisherigen Learnings zum Requirements Engineering?

Die verschiedenen Möglichkeiten, Anforderungen modellbasiert zu dokumentieren anstatt nur mittels natürlicher Sprache. Im Rahmen meiner Studienarbeit werde ich einen Leitfaden für die KMS erarbeiten, der für neue Inputs dienen soll bezüglich der Ermittlung, dem Dokumentieren, Prüfen und Verwalten von Anforderungen.