Land in Sicht.

Die KMS baut gerade neu. Sie baut nest Objekt an den bestehenden Funktionsumfang von nest Steuern an. Damit entsteht künftig eine zentrale Lösung, die sämtliche Steuerarten abwickelt und Liegenschaften bewertet.

«nest Objekt hat zwei Hauptpfeiler: Einerseits ist es eine Liegenschafts-Bewertungslösung, andererseits wickelt es die objektbezogenen Steuern ab», fasst Mathias Nyffenegger, Product Owner dieses neuen nest-Moduls, zusammen.» Unter die Objektsteuern fallen – je nach Kanton – die Grundstückgewinnsteuer, die Handänderungs- und Liegenschaftssteuer sowie die Mehrwertabgabe. «Und nest Objekt bindet alle relevanten Umsysteme an», ergänzt Robin Heeb, der zuständige Software-Architekt.

Bisher gäbe es am Markt keine Lösung, die dies könne, sagt er weiter. Nest.Objekt bezieht Meldungen von Grundbuchämtern und Gebäudeversicherern, integriert Informationen aus den verschiedenen Geoinformationssystemen und lässt sich an Archiv-Lösungen anbinden. «Und natürlich ist nest Objekt in die restliche nest-Umgebung eingebunden und profitiert von der Basisarchitektur», weiss Mathias.

«Wir möchten die Benutzer möglichst von wiederholenden Aufgaben befreien, damit sie sich ihrem Kerngeschäft, Objekte korrekt zu bewerten, widmen können», beschreibt Robin das übergeordnete Ziel von nest Objekt. Stammdaten, sei es zu den Liegenschaften (Objekte) oder zu den Eigentümern (Subjekte), werden nur noch einmal zentral erfasst und ergänzende Daten wie Grundstückflächen aus Fremdsystemen importiert.

 

Die Vorteile von nest Objekt sind vielfältig. nest-Kantone profitieren von einer einzigen Software und einem einzigen Betreiber. Das bedeutet weiter: Eine Datenbank, ein Server, eine Installation und ein Releasemanagement.

«Das geht noch weiter», sagen die beiden Spezialisten. Kunden würden das bestehende Berechtigungskonzept von nest nutzen, würden die Objektsteuern in den Outputprozess integrieren und die offenen Forderungen im Überblick haben.

«Wir haben vom Kanton Thurgau sehr positive Rückmeldungen zu den umgesetzten Bestandteilen bekommen», berichtet Mathias. Der Kanton Thurgau, der nest Objekt als erster Kanton einsetzen wird, arbeitet intensiv an der Entwicklung mit. «Der Kanton Thurgau trägt die Verantwortung für die fachliche Umsetzung und arbeitet in der Anforderungsdefinition und in der Qualitätskontrolle mit», ergänzt Robin.

Unterdessen hat sich auch der Kanton Luzern für nest Objekt entschieden. Die Realisierung wird in der zweiten Hälfte 2019 starten. In einem ersten Schritt wird Luzern den Bewertungs-Teil von nest Objekt einsetzen.

Kantone, die bisher den Liegenschaftsdialog im Einsatz hatten, werden eine Basis-Version von nest Objekt erhalten. «Wir werden in einer Arbeitsgruppe von fünf Personen die entsprechende Detailspezifikation machen», sagt Mathias. Das gesamte nest Objekt-Team ist stolz auf die innovative Lösung, die gerade entsteht und sie hoffen natürlich, dass bald weitere Kantone rufen: «Land in Sicht.»