Koffein-Schub mit Kafe.

IT-Talente lieben Kaffee und brauchen ihn zum Überleben – manchmal. Der Begiff Kafe (KMS agile framework extended) war also schnell gefunden und steht für ein übergeordnetes, agiles Projektvorgehen. Wie ist Kafe in der Praxis angelaufen?

+Tom, Kafe ist seit gut einem Monat im Einsatz. Wie sind die ersten Erfahrungen damit?
Unser neuer Prozess Kafe ist schnell und gut angelaufen. Von der Entwicklungsleitung her spüren wir, wie die sechs Kafe-Teams sehr stark Verantwortung übernehmen und proaktiv agieren. Uns ist bewusst, dass wir nur etwa zwei Drittel des Kafe-Prozesses definiert haben. Nun freut es uns zu sehen, dass die Teams viele der offenen Themen bereits geklärt haben und einen positiven Spirit leben.

+Warum ist ein solches Vorgehensmodell überhaupt notwendig geworden?
Mit agilen Prozessen, angelehnt an KANBAN und SCRUM, konnten wir in einzelnen Projekten schon sehr gute Erfahrungen sammeln. Wir stellten jedoch fest, dass ein übergeordneter Prozess nötig wird. Wir haben aus gängigen Methoden das herausgepickt, was für uns sinnvoll ist. So kam Kafe zum «fliessen».

+Worin siehst du persönlich den grössten Nutzen?
Wir können uns dank Kafe viel stärker auf die maximale Business Value fokussieren und dies abgestimmt unter allen Fachbereichen. Die Verantwortlichkeiten sind klar und werden wahrgenommen und wir arbeiten in eingespielten Teams, in welchen alle Rollen vertreten sind (Product Owner, Test-Engineer, Software-Architekt, Projektleiter und Developer).

Thomas Keller (Tom) geniesst gerade echten Kaffee – schwarz – an der neuen KMS-Bar. Die Pause hat er sich verdient. Kafe ist ein voller Erfolg. Armin, Patrick Stalder und Tom haben damit einmal mehr ins Schwarze getroffen.

 

+Wird mit diesem Vorgehen ein Umdenken in der Arbeitsweise nötig?
Da sich die Mitarbeiter schon lange mit agiler Entwicklung beschäftigen, ist nicht so viel Umdenken nötig. Es ist die logische Konsequenz bei der Verbesserung des bisherigen Prozesses. Viele Ideen und Inputs von Mitarbeitern sind in den Kafe-Prozess «eingeflossen».

+Der Teamgedanke wird immer wichtiger. Hast Du einen guten Tipp, wie wir unsere Teamfähigkeit weiter entwickeln können?
Empathie und ein gemeinsames Rollenverständnis sind da sicher wichtig. Kafe ermöglicht ein interdisziplinäres «Wir-Gefühl», also über alle Rollen innerhalb eines Teams. So wird gemeinsam Verantwortung übernommen. Anstatt Spezifikationen möglichst detailliert niederzuschreiben, geht es vor allem um das Verstehen des relevanten Sachverhalts innerhalb des Teams.

+Die Teams sind nach Standort definiert. Werden wir bei künftigen Vakanzen darauf achten?
Ja, wir achten darauf, dass wir die Kompetenzen unter den Standorten ausgleichen. Aktuell suchen wir deshalb Test-Engineers für Matzingen. Neue Mitarbeiter sind dank der starken Einbindung in den Kafe-Teams sehr rasch auf einem guten Ausbildungsstand.