Bereit für die Digitalisierung.

Künstliche Intelligenzen werden künftig unsere Teams ergänzen. Roboter langweilige Routinearbeiten übernehmen. Und wir Menschen aus Fleisch und Blut? Wir werden unsere emotionalen und sozialen Kompetenzen weiter schärfen.

+ Chips unter der Haut, ferngesteuerte Autos und Roboter, die uns die Routinearbeiten abnehmen. Wohin wird uns die Digitalisierung deiner Meinung nach in den nächsten Jahren tragen?

Es wird für uns Menschen anspruchsvoller denn je, das Tempo immer noch schneller. Roboter werden uns die undankbare Arbeit abnehmen. Der Produktionsstandort Schweiz wird dadurch wieder an Attraktivität gewinnen.

+ Was bedeutet das ganz konkret für unser Business?

Wir müssen noch agiler und adaptiver werden, um spontan auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren zu können. Und wir brauchen ein gutes Produkt als Basis, um künftig künstliche Intelligenz einsetzen zu können. Mit unserer neuen Software-Generation treffen wir die Vorbereitungen für die fortschreitende Digitalisierung.

Generalisten, die das Business und nicht die Tücken unserer Software verstehen, werden künftig gefragt sein. Und statt zu programmieren, werden Entwickler in Zukunft wahrscheinlich künstliche Intelligenzen trainieren.

+ Und für unsere Kunden? Was wird in der Steuerlandschaft passieren?

Ich sehe für unsere Kunden grosses Potenzial, dank künstlicher Intelligenz beziehungsweise Machine Learning den Veranlagungsprozess noch weiter zu automatisieren.

Datensammlungen werden immer mehr zum Rohstoff für künftige Wertschöpfungen. Wir haben heute allerdings noch keine Vorstellung davon, welche Datenmengen für Machine Learning in unserem Business nötig sein werden.

+ Wie können wir uns alle auf die wohl rasanteste Entwicklung in der Menschheit vorbereiten?

Neugierde wird uns helfen, offen und agil zu bleiben. Keinesfalls dürfen wir die Augen verschliessen: Die Digitalisierung wird weiter fortschreiten. Ich glaube aber, dass die künstliche Intelligenz unsere Fähigkeiten ergänzen wird. Wir selber können mit sozialen, kreativen und innovativen Kompetenzen trumpfen und die Kundenbeziehungen weiter festigen.

Gerne mache ich den Vergleich mit den Navigationssystemen. Vor zehn Jahren haben wir darüber gelacht oder uns teilweise geärgert. Heute nutzen wir die GPS-Technologie ganz selbstverständlich.

Zusammen mit den künstlichen Intelligenzen können wir ein gutes Team werden.
Armin Arnegger, Geschäftsleitung COO

+ Was glaubst du, welche Skills werden künftig an Bedeutung gewinnen?

Empathie und das Gespür für die Bedürfnisse unserer Kunden werden ein wichtiger Schlüssel sein. Ich bin überzeugt, dass das gesamte Kundenbindungs-Management weiterhin in menschlicher Obhut sein wird. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, wie KI im Bereich Leadership wirklich Fuss fassen soll. Und wir dürfen unseren gesunden Menschenverstand weiter schärfen.

+ Wie werden wir uns innerhalb der KMS für die Digitalisierung rüsten?

Mit SELF haben wir den Transformations-Prozess bereits angestossen. Wir werden 2019 eine Potenzial-Analyse zu künstlicher Intelligenz und Machine Learning machen und in der Folge die weiteren Schritte aufgleisen und die nötigen Skills aufbauen.

+ Wie können wir uns alle auf die wohl rasanteste Entwicklung in der Menschheit vorbereiten?

Wir gehen Schritt um Schritt und suchen für uns als Menschen die Nische, in der wir unsere menschlichen Vorteile ausspielen können. Die Technologie soll uns dabei bei Bedarf unterstützen.